200 Jahre Edgar Allan Poe
Ein Abend voller düsterer Klänge, schauriger Gedichte und jeder Menge Überraschungen
Die FM08a lud am 16. November 2009 in die Aula des Berufskollegs Bachstraße zu einem Abend mit und über Edgar Allan Poe ein.

Als die außergewöhnlichen Töne des Dudelsacks ertönten, wurde es still auf den Plätzen der Zuschauer. Schaurige Stimmung stellte sich ein, denn auch die schwarze Bühne, geschmückt mit Grabsteinen, Spinnweben und beleuchtet durch viele Lichter und Grabkerzen, versetzte das Publikum in eine gruselige Stimmung.

Die Moderation begrüßte alle Gäste und führte durch den schaurig-schönen Abend.

Die Aufführung begann mit einer gelangweilten Schulklasse, die sich, angeführt von unserer Lehrerin, Frau Jansen, auf den Friedhof von Baltimore begab, um sich die Gräber der verstorbenen Berühmtheiten Charles Joseph Bonaparte und Henry Louis Mencken anzuschauen. Mit einem verächtlichen "Säufer"-Ausruf kam die Lehrerin der Frage nach, wer Edgar Allan Poe war. Plötzlich quietschte eine Grabtür, und Edgar Allan Poe erstand von den Toten auf. Eine Schülerin stieß einen ohrenbetäubenden Schrei aus, und die gesamte verängstigte Schulklasse verließ die Bühne.

Der Star der Veranstaltung - Edgar Allan Poe höchstpersönlich - bestand darauf, dem Publikum seine Lebensgeschichte zu erzählen. Immer wieder nahm er einen kräftigen Schluck Whisky und erzählte dabei von den wichtigsten Stationen seines ereignisreichen Lebens. Als er von seiner ersten Liebe berichtete, erhielten wir einen Einblick in eines seiner Werke. Zwei Schülerinnen trugen des Gedicht "An Helene" mit engelsgleichen Stimmen vor.

Zudem tauchte eine blonde Helene, in ein weißes Kleid gehüllt und mit wehendem Schleier, auf der Bühne auf, bezirzte Edgar mit einer Rose und tänzelte leichtfüßig auf der Bühne herum.

Als das Gedicht vorgetragen war, erwachte Edgar wieder und fuhr mit der dramatischen Schilderung seines Lebens fort. Plötzlich ertönte der Zwischenruf "Hättest du mal weniger gesoffen!" aus dem Publikum - natürlich inszeniert von unserer Klasse. Edgar war empört und drohte damit, wieder sein Grab aufzusuchen, doch das Publikum beschwichtigte ihn mit Zurufen.

Die erzählte Geschichte Edgar Allan Poes wurde immer wieder begleitet von etwas Klaviermusik, mal melancholisch, mal etwas fröhlicher.
Folglich durften sich die Zuschauer bei der Kurzgeschichte "Das verräterische Herz" gruseln, schaurig und ergreifend vorgetragen von zwei Mitschülerinnen.

Als die Moderation die Pause einleitete, bat sie darum, dass am Buffet kräftig zugeschlagen werden sollte und die Spendenbox zum Überfüllen gebracht werde.
Nach der Pause wurde das wohl bekannteste Stück Edgar Allan Poes vorgetragen: "Der Rabe". Eine Schülerin betrat die Bühne und trug das Gedicht vor. Aus dem Hintergrund ertönte immer wieder die gehauchte Stimme des Raben, der dem Protagonisten mit dem Wort "Nimmermehr" drohte.

Nach diesem düsteren Vortrag verabschiedete sich Edgar Allan Poe und verschwand von der Bühne. Die Klasse traute sich nun wieder auf die Bühne und revidierte ihr Urteil über Edgar Allan Poe.
Seine Werke und sein Leben sind es definitiv wert, Beachtung zu erlangen!
Abschließend bedankte sich die gesamte Klasse bei den Lehrern, die tatkräftige Unterstützung geleistet hatten, und bekam ein herzliches "Wir sind stolz auf euch!" zurück.
Unsere Aufführung konnte nur so reibungslos ablaufen, weil die ganze Klasse zusammengearbeitet hat. Da wir nur zweimal in der Woche die Berufsschule besuchen und sich unsere Wohnorte auf ganz NRW verteilen, mussten wir auf detailliertere Proben verzichten. Stattdessen wurden die Aufgaben unter der gesamten Klasse aufgeteilt.
Da gab es eine Gruppe, die die Texte schrieb. Die anderen übten fleißig in ihrer Freizeit die verfassten Texte, Geschichten und Gedichte von Edgar Allan Poe.
Wichtig war aber auch die Werbung, die wir für unser Stück machen mussten. Eine Schülerin gestaltete ein tolles Plakat, das auf Begeisterung in der ganzen Schule stieß. Dieses Plakat bildete dann auch den Mittelpunkt des mit viel Liebe zum Detail gestalteten Schaufensters:

Die Aufführung verlief dann aber reibungslos. Die Zuschauer und wir selbst waren zufrieden. Es wurde mit Wein angestoßen, und die Anspannung fiel langsam von uns allen ab. Beim Abbau des Bühnenbildes und der Wiederaufstellung der Tische und Stühle in der Aula halfen alle mit.
Wir belohnten uns am nächsten Schultag mit einem Frühstück, das Frau Jansen uns spendierte, und ließen den Abend Revue passieren. Frau Jansen richtete uns viel Lob der anderen Lehrer aus, die die Veranstaltung besucht hatten. Wir gaben als Feedback zurück, dass sich das Projekt schon allein wegen der gewachsenen Klassengemeinschaft gelohnt habe.
Unsere Klasse hat außerdem ein Schaufenster in der 2. Etage zu Edgar Allan Poe gestaltet. Wer die Veranstaltung verpasst hat. kann sich dort gern einen kleinen Einblick in Edgar Allan Poes Leben verschaffen.
Wir freuen uns, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war und letztlich, trotz großen Zitterns und weniger Proben, doch noch so gelaufen ist, wie wir sie uns vorgestellt hatten.
Unsere Klasse hat außerdem ein Schaufenster in der 2. Etage zu Edgar Allan Poe gestaltet. Wer die Veranstaltung verpasst hat. kann sich dort gern einen kleinen Einblick in Edgar Allan Poes Leben verschaffen.















